Antrag vom 20.01.2021, NR 1381

„Digitale Infrastruktur auf alle möglichen Bedarfe ausrichten“

Die Stadtverordnetenversammlung beschließen:

Die Vorlage M 195/20 wird um folgende Aspekte ergänzt:

1. Wenngleich ein Großteil des Unterrichtes künftig von der Ausstattung der Schülerinnen und Schüler (SuS) mit mobilen Endgeräten profitieren und der Einsatz von Laptops und Tablets im allgemeinbildenden Unterricht zentraler Bestandteil des Lehrbetriebs sein wird, werden die Schulen dazu angehalten, an jedem Arbeitsplatz für SuS die digital-infrastrukturellen Kapazitäten derart zu dimensionieren, dass jederzeit ein Desktop-PC am Arbeitsplatz aufgebaut/eingerichtet werden kann. Insbesondere Arbeiten, für die Desktop-PCs mit ausreichend Rechenleistung für Arbeiten mit hohen Anforderungen an die Hardware bereitstehen müssen, wie dies zum Beispiel nicht nur im klassischen Informatikunterricht, sondern auch bei der Arbeit mit großen Datenmengen im Bereich der Bild- und Videobearbeitung in jedem allgemeinbildenden Fach notwendig sein kann, machen diese Infrastruktur zwingend notwendig. Diese Anwendungsgebiete sind keine fakultativen der Curricula, sondern verbindliche Bestandteile des Kompetenzrahmens „Kompetenzen in der digitalen Welt“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 8.12.2016). Um Diesem und hier insbesondere den Kompetenzbereich „Produzieren und Präsentieren“ mit seinen Grundkompetenzen „Entwickeln und Produzieren“ sowie „Weiterverarbeiten und Integrieren“ gerecht zu werden, sind die oben genannten Maßnahmen zu ergreifen. Andererseits wird den SuS an solchen Geräten der Umgang mit Desktop-Arbeitsplätzen gelehrt, sodass den SuS beim Übertritt in eine weiterführende Ausbildung der Umgang mit diesen Geräten bereits vertraut ist. Es steht zu befürchten, dass diese Kompetenz bei der alleinigen Fokussierung auf mobile Endgeräte – und hier vor allem: mobile Tablet-Rechner nicht mehr an Schulen gelehrt wird.

2. Grundsätzlich muss die Ausstattung der regulären Unterrichtsräume an die Anforderungen des potentiellen Einsatzes von Desktop-PCs, die sich für Klassenverbände bspw. in Projektarbeiten ergeben, orientieren. Hierfür muss an allen Arbeitsplätzen in den Clustern obligatorisch ein Zugang zum „digitalen Netzwerk“ sowie ein Anschluss an das Stromnetz gewährleistet werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die digitale Infrastruktur nicht zum limitierenden Faktor für den Unterricht wird und jedwede Form des digitalen Unterrichts durch die Lehrkräfte an den Schulen potentiell durchgeführt werden kann.

Begründung:

Im Jahr 2021 darf die Ausstattung der Schulen mit elektronischen Endgeräten und die digitale Infrastruktur nicht zum limitierenden Faktor bei der Durchführung von Unterrichtseinheiten werden. Werden Schulen um- oder neugebaut, so hat der Planungsrahmen hier die bestmögliche Ausstattung vorzugeben. Angesichts der stetigen Beschleunigung der technischen Entwicklung halten wir unsere Schulen so längstmöglich auf einem Stand, der einerseits nicht in wenigen Jahren die Nachrüstung erfordert und andererseits möglichst vielen Jahrgängen eine angemessene bzw. zeitgemäße Lerninfrastruktur bietet.

About the author

Stadtverordneter at | Website

Stadtverordneter für die Piratenpartei Deuschland – Kreisverband Frankfurt
Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt am Main.

Von Herbert Förster

Stadtverordneter für die Piratenpartei Deuschland – Kreisverband Frankfurt Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt am Main.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.